Wein ist das meistgehandelte und am weitesten verbreitete Getränk der Welt und wird in vielen Ländern rund um den Globus hergestellt. Ein europäisches Land ist nach wie vor der Spitzenreiter und setzt Maßstäbe, an denen sich Weinhersteller immer noch orientieren: Frankreich. Wenn es darum geht, sich mit dem Besten zu messen, dann ist französischer Wein das Maß aller Dinge.
Frankreich ist aufgrund seiner Größe ein sehr vielseitiges Land, denn es gibt Berge, flache Ebenen, viele Flusstäler, eine Atlantikküste und eine Mittelmeerküste. So vielseitig das Land ist, so vielseitig sind auch die Weine dieses Landes. Während Weinerzeuger in den jungen Gebieten Nordamerika, Australien und Neuseeland experimentierfreudig sind und aus einer Schafwiese ein Weinanbaugebiet machen, setzen Franzosen auf sehr alte, traditionsreiche Weinberge. In Frankreich und auch in Italien ist man fest davon überzeugt, dass die in den Böden enthaltenen Mineralien und die Beschaffenheit der Böden einen Einfluss auf den Geschmack des Weines haben. Auch wenn die Weine aus den neuen Anbaugebieten auf anderen Kontinenten mittlerweile von guter Qualität sein können, gilt Frankreich als Wiege des Weinanbaus und dessen Herstellung.
Die wichtigsten Weinregionen befinden sich in Frankreich, sie sind wiederum aufgeteilt in Gebiete. Als wichtigste Weinregion der Welt gilt das im Südwesten gelegene Bordeaux. Die Region, die rund um die Stadt Bordeaux gelegen ist, wird geprägt vom Atlantik, aber liegt auch links und rechts von zwei Flüssen, Gironde und Garonne. In Bordeaux wurde auch der Begriff "Château" entwickelt, der sowohl für ein herrschaftliches Weingut als auch für eine einfache Anbaufläche verwendet werden kann. Die Region ist für Rotwein aus den Reben Cabernet Sauvignon und Merlot berühmt.
Im Osten Frankreichs liegt die 300 km lange Weinregion Burgund. Viele kleine Erzeuger produzieren hier Weißweine aus der Chardonnay-Rebe und Rotweine von Pinot Noir. Die durch unsichere Wetterverhältnisse geprägte Region ist in sechs Anbaugebiete aufgeteilt. Côte d‘Or ist das bekannteste Weinanbaugebiet in Burgund. Einige der teuersten und komplexesten Rot- und Weißweine kommen von den nach Osten geneigten Hängen bei Dijon des Gebiets Côte d‘Or.
Ebenfalls weltberühmt ist das Gebiet Champagne nordöstlich von Paris gelegen. Hier experimentierte der Benediktinermönch Dom Pérignon, der als hervorragender Vinifikateur galt, mit dem begehrten Schaumwein. Zunächst galt das Schäumen als Zeichen von schlechter Qualität, also versuchte er, diesen Vorgang zu unterbinden. Das Schäumen war außerdem risikoreich und unberechenbar, viele Flaschen platzten. Doch dann kam das Prickeln des Champagners in Mode. Die Engländer schafften es, dickere Flaschen herzustellen und die Korken aus Spanien erwiesen sich als perfekte Verschlüsse. Seit 1837 ist es möglich, die richtige Menge Zucker für den Gärprozess zu berechnen und so die Zahl der platzenden Flaschen zu minimieren. Die wichtigen Reben in dieser Region heißen Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Berühmte Häuser, die Champagner verkaufen, heißen Moët & Chandon, Veuve Clicquot und Laurent Perrier.
Im Süden, im 200 km langen Flußtal der Rhône, befindet sich die älteste Weinregion Frankreichs. Benannt ist sie nach dem Fluß, der sie prägt und durchquert. Die Römer führten die Weinkultur an der Rhône ein und entwickelten sie weiter. Die Region ist aufgeteilt in nördliche und südliche Rhône, die Bedingungen sind sehr unterschiedlich. Im Norden ist die Region von Bergen geprägt, zum Süden hin findet sich mediterranes Klima, die Rhône mündet ins Mittelmeer. Eine typische rote Rebsorte ist Grenache. Dessen weiße Mutation heißt Grenache Blanc. Eine weitere Rebe, die an der Rhône angebaut wird, heißt Clairette Blanche.
An der Grenze zu Baden und dem Schwarzwald liegt der Elsass. Die Region wird von den Ausläufern der Vogesen vor Kälte geschützt, es ist eine der trockensten Regionen Frankreichs. Die malerischen Orte, die sich südlich von Straßbourg befinden, sind bekannt für ihre exklusiven Restaurants und ihre geschmacksintensiven Weine. Als wichtigste Rebsorten gelten Gewürztraminer und Muscat, auch der Riesling ist von Bedeutung. Riesling aus dem Elsaß ist trockener als Riesling aus Deutschland.
Nördlich von Bordeaux mündet die Loire, deren Tal als das umfassendste Weingebiet Frankreichs gilt, in den Atlantik. Die Vielfalt der hier angebauten Weine ist der Variabilität der klimatischen Bedingungen geschuldet. Viele kleine Nebenflüsse sorgen für schmale Täler, die Nähe zum Atlantik erklärt die höhere Regenmenge an der unteren Loire. In den verschiedenen Weinbauregionen der Loire werden viele verschiedene Rebsorten angebaut. Hervorzuheben ist der Chenin Blanc, ein heimische Rebe.
Foto: Canca.com, Pont de Pierre Bridge in Bordeaux, Frankreich
Quelle: Wein Enzyklopädie, Die Weinregionen der Welt von C. Foulkes und M. Broadbent, Köln / Eltville am Rhein 2000
Frankreich ist aufgrund seiner Größe ein sehr vielseitiges Land, denn es gibt Berge, flache Ebenen, viele Flusstäler, eine Atlantikküste und eine Mittelmeerküste. So vielseitig das Land ist, so vielseitig sind auch die Weine dieses Landes. Während Weinerzeuger in den jungen Gebieten Nordamerika, Australien und Neuseeland experimentierfreudig sind und aus einer Schafwiese ein Weinanbaugebiet machen, setzen Franzosen auf sehr alte, traditionsreiche Weinberge. In Frankreich und auch in Italien ist man fest davon überzeugt, dass die in den Böden enthaltenen Mineralien und die Beschaffenheit der Böden einen Einfluss auf den Geschmack des Weines haben. Auch wenn die Weine aus den neuen Anbaugebieten auf anderen Kontinenten mittlerweile von guter Qualität sein können, gilt Frankreich als Wiege des Weinanbaus und dessen Herstellung.
Die wichtigsten Weinregionen befinden sich in Frankreich, sie sind wiederum aufgeteilt in Gebiete. Als wichtigste Weinregion der Welt gilt das im Südwesten gelegene Bordeaux. Die Region, die rund um die Stadt Bordeaux gelegen ist, wird geprägt vom Atlantik, aber liegt auch links und rechts von zwei Flüssen, Gironde und Garonne. In Bordeaux wurde auch der Begriff "Château" entwickelt, der sowohl für ein herrschaftliches Weingut als auch für eine einfache Anbaufläche verwendet werden kann. Die Region ist für Rotwein aus den Reben Cabernet Sauvignon und Merlot berühmt.
Im Osten Frankreichs liegt die 300 km lange Weinregion Burgund. Viele kleine Erzeuger produzieren hier Weißweine aus der Chardonnay-Rebe und Rotweine von Pinot Noir. Die durch unsichere Wetterverhältnisse geprägte Region ist in sechs Anbaugebiete aufgeteilt. Côte d‘Or ist das bekannteste Weinanbaugebiet in Burgund. Einige der teuersten und komplexesten Rot- und Weißweine kommen von den nach Osten geneigten Hängen bei Dijon des Gebiets Côte d‘Or.
Ebenfalls weltberühmt ist das Gebiet Champagne nordöstlich von Paris gelegen. Hier experimentierte der Benediktinermönch Dom Pérignon, der als hervorragender Vinifikateur galt, mit dem begehrten Schaumwein. Zunächst galt das Schäumen als Zeichen von schlechter Qualität, also versuchte er, diesen Vorgang zu unterbinden. Das Schäumen war außerdem risikoreich und unberechenbar, viele Flaschen platzten. Doch dann kam das Prickeln des Champagners in Mode. Die Engländer schafften es, dickere Flaschen herzustellen und die Korken aus Spanien erwiesen sich als perfekte Verschlüsse. Seit 1837 ist es möglich, die richtige Menge Zucker für den Gärprozess zu berechnen und so die Zahl der platzenden Flaschen zu minimieren. Die wichtigen Reben in dieser Region heißen Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Berühmte Häuser, die Champagner verkaufen, heißen Moët & Chandon, Veuve Clicquot und Laurent Perrier.
Im Süden, im 200 km langen Flußtal der Rhône, befindet sich die älteste Weinregion Frankreichs. Benannt ist sie nach dem Fluß, der sie prägt und durchquert. Die Römer führten die Weinkultur an der Rhône ein und entwickelten sie weiter. Die Region ist aufgeteilt in nördliche und südliche Rhône, die Bedingungen sind sehr unterschiedlich. Im Norden ist die Region von Bergen geprägt, zum Süden hin findet sich mediterranes Klima, die Rhône mündet ins Mittelmeer. Eine typische rote Rebsorte ist Grenache. Dessen weiße Mutation heißt Grenache Blanc. Eine weitere Rebe, die an der Rhône angebaut wird, heißt Clairette Blanche.
An der Grenze zu Baden und dem Schwarzwald liegt der Elsass. Die Region wird von den Ausläufern der Vogesen vor Kälte geschützt, es ist eine der trockensten Regionen Frankreichs. Die malerischen Orte, die sich südlich von Straßbourg befinden, sind bekannt für ihre exklusiven Restaurants und ihre geschmacksintensiven Weine. Als wichtigste Rebsorten gelten Gewürztraminer und Muscat, auch der Riesling ist von Bedeutung. Riesling aus dem Elsaß ist trockener als Riesling aus Deutschland.
Nördlich von Bordeaux mündet die Loire, deren Tal als das umfassendste Weingebiet Frankreichs gilt, in den Atlantik. Die Vielfalt der hier angebauten Weine ist der Variabilität der klimatischen Bedingungen geschuldet. Viele kleine Nebenflüsse sorgen für schmale Täler, die Nähe zum Atlantik erklärt die höhere Regenmenge an der unteren Loire. In den verschiedenen Weinbauregionen der Loire werden viele verschiedene Rebsorten angebaut. Hervorzuheben ist der Chenin Blanc, ein heimische Rebe.
Foto: Canca.com, Pont de Pierre Bridge in Bordeaux, Frankreich
Quelle: Wein Enzyklopädie, Die Weinregionen der Welt von C. Foulkes und M. Broadbent, Köln / Eltville am Rhein 2000



