Der Abend mit Wein beginnt im Grunde schon zwei Tage zuvor, denn kürzlich bewegten Flaschen sollte man eine Ruhepause gönnen, am besten aufrechtstehend. Dies gilt insbesondere für Schaumweine. Weiterhin ist darauf zu achten, dass die richtige Temperatur für den jeweiligen Wein gewährleistet ist.
Am kältesten werden Schaumweine serviert, hier sind ca. 6° Celsius die beste Temperatur. Einfache süße und trockene Weißweine wie Muskateller und Sauvignon Blanc sowie sämtliche Roséweine sind bei 6° - 8° Celsius zu genießen. 9° - 11° sind empfehlenswert für komplexere trockene Weißweine wie Chardonnay oder Weißweine aus Rioja. Etwas wärmer, nämlich 10° - 12° mögen es halbtrockene Weißweine. Als Beispiel wären hier Deutsche Spätlese, Auslese oder Riesling zu nennen. Diese Temperatur ist auch für feine trockene Weißweine (Burgunder, Graves) und junge frische Rotweine von der Loire, und Côtes du Rhône. Noch wärmer schmecken feine Süßweine wie Sauternes und Spätlese (11° - 13°). Einfache und reife Rotweine wie Bordeaux und Burgunder müssen mit 14° - 16° serviert werden. Sogenannte Grands Crus entfalten ihren vollen Geschmack ab 17°. Um gekühlten Wein am Tisch kühl zu halten, empfiehlt es sich, spezielle Weinkühler zu verwenden. Wenn der Wein im Rahmen eines Picknicks draußen verkostet wird, sollte eine Kühlbox für die Kühlung des Weins sorgen. Für Perfektionisten gibt es spezielle Weinkühlschränke und Weinthermometer.
Von makellosen Gläsern
Der nächste Schritt für das perfekte Weinerlebnis sind saubere und polierte Gläser aus klarem, unverziertem und ungeschliffenem Glas. Weingläser sollten möglichst nicht in der Spülmaschine gespült werden, sondern mit heißem Wasser und sehr wenig Spülmittel. Nach dem ersten Spülen dürfen die Gläser gern noch ein zweites Mal in heißem Wasser gereinigt werden. Das Abtrocknen und Polieren erfolgt mit einem sauberen Baumwolltuch. Die Gläser spielen eine bedeutende Rolle, denn kleine Reste von Spülmittel oder Waschmittel können den Geschmack beeinflussen. Weingläser sollen aufrecht stehend oder nach unten hängend gelagert werden, jedoch nicht nach unten stehend. Der richtige Ort dafür ist ein Schrank außerhalb der Küche. Die Lagerung in Kartons ist überhaupt nicht empfehlenswert.
Das Entkorken der Weinflasche
Kork ist ein natürliches Material, das aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird. Sofern Weinflaschen stehend gelagert werden, können Korken austrocknen. Andererseits können sich auf Kork Schimmelpilze und Bakterien ausbreiten, was den Wein modrig schmecken lässt. Vor dem Öffnen einer Flasche sollte diese ein bis zwei Tage ruhig gestanden haben. Nachdem die Kapsel mit Hilfe eines Kellnermessers entfernt wurde, wird der Korken mit dem spiralförmigen Korkenzieher aus dem Flaschenhals gedreht. Es gibt verschiedene Arten von Korkenziehern, einige arbeiten mit Hebelwirkung. Letztlich ist jedoch die Spiralform und die scharfe Spitze ausschlaggebend. Sollte ein Korken einmal sehr fest sitzen, kann es helfen, heißes Wasser über den Flaschenhals laufen zu lassen. Einen zerbrochenen Korken entfernt man mit einem schräg eingeführten Korkenzieher am besten. Sollten sich trotz aller Vorsicht Korkpartikel im Wein befinden, so bleibt nur das Umfüllen in ein anderes Gefäß oder die Verwendung eines Filters.
Besonders viel Druck ist auf dem Korken von Schaumweinen. Daher muss der Korken während die Drahtschlinge geöffnet wird, unbedingt festgehalten werden. Die Flasche darf während des Öffnens nie in die Richtung von Menschen, Spiegeln oder Glasscheiben gehalten werden. Wenn die Flasche bei festgehaltenem Korken vorsichtig gedreht wird, löst sich dieser.
Wein als Begleiter von Menus
Die Reihenfolge der verschiedenen Weine hängt von den verschiedenen Gängen ab. Grundsätzlich begleiten Weißweine die ersten, leichten Gänge. Rotweine kommen ab dem Hauptgang hinzu und begleiten die späteren Gänge.
Als Faustregel gilt außerdem: weiß vor rot, jung vor alt, leicht vor schwer und trocken vor süß.
Nachdem der Gastgeber bzw. die Gastgeberin den Wein dezent probiert hat, kommt der große Moment des Einschenkens. Dabei wird zunächst den Damen, beginnend rechts neben dem Gastgeber und anschließend den Herren serviert. Am Schluss wird das Glas des Gastgebers gefüllt.
Dann bleibt eigentlich nur das Wort „Prost“ zu sagen. Auf einen genussreichen Abend!
Quelle: C. Foulkes, M. Broadbent: Wein Enzyklopädie, 2000, Köln/Eltville am Rhein
Beratung: M. Arib, Sommelier bei Rewe Richrath, Köln
Am kältesten werden Schaumweine serviert, hier sind ca. 6° Celsius die beste Temperatur. Einfache süße und trockene Weißweine wie Muskateller und Sauvignon Blanc sowie sämtliche Roséweine sind bei 6° - 8° Celsius zu genießen. 9° - 11° sind empfehlenswert für komplexere trockene Weißweine wie Chardonnay oder Weißweine aus Rioja. Etwas wärmer, nämlich 10° - 12° mögen es halbtrockene Weißweine. Als Beispiel wären hier Deutsche Spätlese, Auslese oder Riesling zu nennen. Diese Temperatur ist auch für feine trockene Weißweine (Burgunder, Graves) und junge frische Rotweine von der Loire, und Côtes du Rhône. Noch wärmer schmecken feine Süßweine wie Sauternes und Spätlese (11° - 13°). Einfache und reife Rotweine wie Bordeaux und Burgunder müssen mit 14° - 16° serviert werden. Sogenannte Grands Crus entfalten ihren vollen Geschmack ab 17°. Um gekühlten Wein am Tisch kühl zu halten, empfiehlt es sich, spezielle Weinkühler zu verwenden. Wenn der Wein im Rahmen eines Picknicks draußen verkostet wird, sollte eine Kühlbox für die Kühlung des Weins sorgen. Für Perfektionisten gibt es spezielle Weinkühlschränke und Weinthermometer.
Von makellosen Gläsern
Der nächste Schritt für das perfekte Weinerlebnis sind saubere und polierte Gläser aus klarem, unverziertem und ungeschliffenem Glas. Weingläser sollten möglichst nicht in der Spülmaschine gespült werden, sondern mit heißem Wasser und sehr wenig Spülmittel. Nach dem ersten Spülen dürfen die Gläser gern noch ein zweites Mal in heißem Wasser gereinigt werden. Das Abtrocknen und Polieren erfolgt mit einem sauberen Baumwolltuch. Die Gläser spielen eine bedeutende Rolle, denn kleine Reste von Spülmittel oder Waschmittel können den Geschmack beeinflussen. Weingläser sollen aufrecht stehend oder nach unten hängend gelagert werden, jedoch nicht nach unten stehend. Der richtige Ort dafür ist ein Schrank außerhalb der Küche. Die Lagerung in Kartons ist überhaupt nicht empfehlenswert.
Das Entkorken der Weinflasche
Kork ist ein natürliches Material, das aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird. Sofern Weinflaschen stehend gelagert werden, können Korken austrocknen. Andererseits können sich auf Kork Schimmelpilze und Bakterien ausbreiten, was den Wein modrig schmecken lässt. Vor dem Öffnen einer Flasche sollte diese ein bis zwei Tage ruhig gestanden haben. Nachdem die Kapsel mit Hilfe eines Kellnermessers entfernt wurde, wird der Korken mit dem spiralförmigen Korkenzieher aus dem Flaschenhals gedreht. Es gibt verschiedene Arten von Korkenziehern, einige arbeiten mit Hebelwirkung. Letztlich ist jedoch die Spiralform und die scharfe Spitze ausschlaggebend. Sollte ein Korken einmal sehr fest sitzen, kann es helfen, heißes Wasser über den Flaschenhals laufen zu lassen. Einen zerbrochenen Korken entfernt man mit einem schräg eingeführten Korkenzieher am besten. Sollten sich trotz aller Vorsicht Korkpartikel im Wein befinden, so bleibt nur das Umfüllen in ein anderes Gefäß oder die Verwendung eines Filters.
Besonders viel Druck ist auf dem Korken von Schaumweinen. Daher muss der Korken während die Drahtschlinge geöffnet wird, unbedingt festgehalten werden. Die Flasche darf während des Öffnens nie in die Richtung von Menschen, Spiegeln oder Glasscheiben gehalten werden. Wenn die Flasche bei festgehaltenem Korken vorsichtig gedreht wird, löst sich dieser.
Wein als Begleiter von Menus
Die Reihenfolge der verschiedenen Weine hängt von den verschiedenen Gängen ab. Grundsätzlich begleiten Weißweine die ersten, leichten Gänge. Rotweine kommen ab dem Hauptgang hinzu und begleiten die späteren Gänge.
Als Faustregel gilt außerdem: weiß vor rot, jung vor alt, leicht vor schwer und trocken vor süß.
Nachdem der Gastgeber bzw. die Gastgeberin den Wein dezent probiert hat, kommt der große Moment des Einschenkens. Dabei wird zunächst den Damen, beginnend rechts neben dem Gastgeber und anschließend den Herren serviert. Am Schluss wird das Glas des Gastgebers gefüllt.
Dann bleibt eigentlich nur das Wort „Prost“ zu sagen. Auf einen genussreichen Abend!
Quelle: C. Foulkes, M. Broadbent: Wein Enzyklopädie, 2000, Köln/Eltville am Rhein
Beratung: M. Arib, Sommelier bei Rewe Richrath, Köln



